Presseartikel
Für die Zukunft gebaut
Hohe Kosten und umfangreiche behördliche Auflagen machen es einem Bäckereibetrieb heute nicht einfach, in Zentrumsnähe ein geeignetes Grundstück für eine Backwarenproduktion zu finden. Bei der Stadtbäckerei Westerhorstmann in Düsseldorf spricht Inhaber Frank Bachhausen auch von Glück, als er einen neuen Standort suchte und fand. Zusammen mit Dietrich Fertigbau wurde eine Lagerhalle zu einer modernen Bäckereiproduktion nach neuestem Standard umgebaut.
Bereits seit geraumer Zeit suchte Frank Bachhausen für seine bisher im Düsseldorfer Stadtteil Wersten ansässige Produktion einen neuen Standort. Die dortigen Räumlichkeiten - 1905 noch vom Ur-Großvater errichtet - waren trotz regelmäßiger Investitionen schlicht zu klein geworden. "Es ist heute nicht einfach, in einer Großstadt wie Düsseldorf für eine Bäckereiproduktion einen geeigneten Standort zu finden", so Inhaber Frank Bachhausen. Doch der gelernte Bäckermeister und studierte Betriebswirt hatte Glück, als er mehr durch einen Zufall in der örtlichen Tageszeitung vom Verkauf einer alten Lagerhalle in einem nahegelegenen Gewerbegebiet las. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer und einer ersten Besichtigung des Areals stand für den Unternehmer schnell fest, dass sowohl die Lagerhalle als auch Grundstückslage und -größe für seine Pläne ideal geeignet waren. "Die Wochen danach waren ganz schön stressig, denn zeitgleich mussten Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, der Hausbank und die ersten Planungen für den Hallenumbau erfolgen."
Zustimmung von allen Seiten
"Für mich stand fest, dass, wenn ich jemals den Bau einer
neuen Produktion wagen sollte, ich mit der Planung und Durchführung
einen erfahrenen Generalunternehmer beauftragen werde", so Frank
Bachhausen.
Aus diesem Grund nahm er mit Dietrich Fertigbau Kontakt auf. Das Unternehmen ist bundesweit Marktführer auf dem Gebiet des Backstubenbaus und bietet schlüsselfertige Konzepte an. Bereits vier Wochen später stand der erste Konzeptentwurf für den Umbau der vorhandenen Halle. Gleichzeitig erfolgte die Einigung mit dem Grundstückseigentümer über den Kaufpreis und die Finanzierungszusage von der Bank. Im Oktober 2004 wurden die Verträge beim Notar unterschrieben.
Feinplanung
Die Feinplanung dauerte knapp vier Monate. In dieser Zeit fanden immer
wieder Gespräche mit Dietrich Fertigbau und verschiedenen Lieferanten
statt. Besonders umfassend wurde dabei die neue Kälte- und Ofentechnik
geplant. Auch bei der Silotechnik entschied man sich für einen
Neukauf.
Weil in der vorhandenen Produktion noch zwei Hein Stikkenöfen und ein Teil der Kältelösung (Miwe) neuwertig waren, wollte Frank Bachhausen diese Technik auf jeden Fall in die neue Halle übernehmen. Die detaillierte Planung überließ der Chef allerdings Dietrich Fertigbau. Dabei versäumte der Unternehmer es nicht, seine Backstubenmannschaft in die Überlegungen mit einzubeziehen. Durch die Integration der Mitarbeiter bei der Planung der Arbeitsabläufe und sinnvollsten Anordnung der Maschinen kam man schnell zu guten Ergebnissen. "Ich wusste bisher zwar, dass ich gute und verlässliche Mitarbeiter habe, doch ich war positiv überrascht, wie engagiert und interessiert die Angestellten waren. Immer wieder schauten sich Mitarbeiter, teils sogar mit ihren Familien, während der Planungs- und Bauphase vor Ort um und brachten neue Ideen ein."
Blick nach vorne
Von Beginn der ersten Planungsentwürfe an stand immer der Blick
nach vorne im Mittelpunkt. Die gesamte Produktion sollte konzeptionell
so ausgerichtet werden, dass ein Höchstmaß an Flexibilität
gewährleistet werden konnte. Erweiterungen und Anpassungen sind
in fast allen Bereichen möglich. Zwar hat der Unternehmer derzeit
keine konkreten Ambitionen, sein Filialnetz zu erweitern, sondern plant
den Umsatz auf vorhandener Verkaufsfläche zu steigern. Konnten
in der alten Produktionsstätte auf Grund der absoluten Auslastung
z.B. keine neuen Liefergeschäfte angenommen werden, so ist dies
jetzt aber wieder möglich.
Dachkonstruktion
Betritt man die Produktionshalle, so fällt einem als erstes die
außergewöhnliche Stahlträgerdachkonstruktion auf. Die
alte Halle stammte aus den 60er Jahren. In dieser Zeit wurden Gewerbehallen,
besonders wenn sie für Lagerzwecke eingesetzt wurden, überwiegend
mit einem Dach, das auf Stahlträgern liegt, ausgestattet. Diese
Struktur war so stabil, dass man auf ihr das neue Hallendach aufsetzen
konnte. Auf Grund des neuen Dampfbackofens mussten zwar hier und da
einige Träger ausgetauscht, umgesetzt bzw. neue angebracht werden,
doch das war schnell erledigt. Danach wurden die Träger abgeschliffen
und im freundlichen "Stadtbäcker-Blau" gestrichen.
Bis auf die Stahlkonstruktion ist das Dach vollkommen erneuert worden. In die Spitze des Daches wurde über die gesamte Hallenlänge eine Lichtkuppe integriert, die Produktionsstätte mit ausreichend Tageslicht versorgt. Der Rest des Daches besteht aus Sandwichelementen, die von innen glatt und pflegeleicht sind.
Fliesenboden
Der Backstubenboden ist durchgängig gefliest. Bevor jedoch die
Fliesen gelegt wurden, verlegte Dietrich Fertigbau die gesamten Strom-
und Versorgungsleitungen in den Boden. Dazu musste die vorhandene Bodenplatte
an den entsprechenden Stellen aufgeschnitten werden. Als die Leitungen
verlegt waren, zog man über die gesamte Fläche einen neuen
Estrich auf. Lediglich die Stellflächen für die Kälteanlagen
und die Öfen wurden ausgespart, so dass vor den Stikkenöfen,
Klima- und Kältezellen keine Einfahrrampen notwendig wurden. Anschließend
wurden die Fliesen fugenlos im Rüttelverfahren auf den Estrich
gelegt.
Bis auf die Außenwände entkernt
Um aus der alten Lagerhalle eine moderne Produktionshalle samt Nebenräumen
für eine Bäckerei werden zu lassen, wurde die vorhandene Halle
bis auf die vier Außenmauern entkernt. Lediglich die Stahlbinder
des Daches standen noch und hielten das gesamte Bauwerk zusammen. Im
Bereich der Büro-, Sozial-, Aufenthalts- und Seminarräume
wurden neue Wände gesetzt und ein zweites Geschoss aufgestockt.
Dabei wurde überwiegend mit Fertigelementen gearbeitet. So erhöhte
sich die gesamte nutzbare Grundfläche der neuen Produktionsstätte
auf 2000 qm. Von außen wurde die Halle abschließend neu
verputzt, wärmegedämmt und weiß gestrichen.
Bäckereitechnik
"Die Standorte der Öfen, Kälteanlagen und der anderen
technischen Einrichtungen wurden in der Planungsphase mit Dietrich Fertigbau
abgestimmt. Um die Details beim tatsächlichen Einbau musste ich
mich dann glücklicherweise nicht mehr kümmern. Während
der Bauphase kamen zwar immer wieder Fragen auf, doch weil ich täglich
mit dem zuständigen Polier in Verbindung stand, konnten diese Probleme
immer zügig gelöst werden. Positiv fand ich, dass die Mitarbeiter
sich sehr gut in den spezifischen Anforderungen an eine Bäckerei
auskannten. Hier merkte man einfach, dass das Unternehmen seine Erfahrungen
mit dem Bau von Bäckereien hatte. Ich kann mir vorstellen, dass,
wenn man mit einem branchenfremden Architekten vor Ort baut, ist man
als Bauherr deutlich mehr gefordert, um Planungsfehler zu vermeiden,
und dass stellt nebem dem normalen täglichen Arbeitspensum eine
echte Herausforderung dar", stellt Frank Bachhausen klar.
Das sagt Frank W.-Bachhausen:
"Die Überlegung, eine neue Produktion zu bauen, habe ich bereits
seit einigen Jahren. In dieser Zeit habe ich mich immer wieder mit dem
Thema beschäftigt. Von Kollegen habe ich dabei immer wieder gehört,
dass ein solches Unterfangen neben dem Tagesgeschäft ohne einen
Generalunternehmer und einen erfahrenen Bauleiter kaum zu bewältigen
ist. Aus diesem Grund hatte ich mich schon vorher ausgiebig umgehört,
welche Firmen eine solche Dienstleistung anbieten. Dabei fiel immer
wieder der Name Dietrich Fertigbau. Als das Bauvorhaben einer neuen
Produktion dann konkret wurde, überzeugte mich das innerhalb von
nur vier Wochen ausgearbeitete und in sich schlüssige Konzept.
Heute bin ich froh, dass ich den Weg mit einem Generalunternehmer gegangen
bin."
Quelle: DBZ magazin 10/05

