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Firmenportrait: Die Konzeptgeber in Sachen Backstubenbau

Dietrich Fertigbau ist seit über 20 Jahren ein kompetenter Bauträger für schlüsselfertiges Bauen von Produktionsstätten für Bäcker.

Schlangen (kh). Aus der 1913 begründeten und bis heute weitergeführten Tradition eines Familienunternehmens heraus hat sich die Pescher Gruppe, zu der auch die bei vielen Bäckern bekannte Dietrich Fertigbau GmbH & Co. KG gehört, als Unternehmensverbund der Baubranche stetig weiterentwickelt. Heute beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe rund 1000 Mitarbeiter. Dietrich Fertigbau hat in den zurückliegenden rund 20 Jahren mehr als 60 Bäckereiproduktionen erstellt, jede für sich eine Referenzadresse.

„Möchte ein Kunde von uns eine Referenzliste, dann übergeben wir unsere Kundenliste und keine Auswahl von zufriedenen Kunden“, erklärt André Hartl, Geschäftsführer bei Dietrich Fertigbau. Sicher auch ein Zeichen dafür, dass hier kompetent und lösungsorientiert geplant und gebaut wird.

Die Pescher Gruppe betreibt weltweit Steinbrüche, allein drei in Deutschland, zwei Betonwerke in Freden/Alfeld und Schlangen/Detmold, wo Betonfertigteile, Artikel für die Straßen- und Hofentwässerung, Fertigkeller, Fertiggaragen und natürlich auch die Bauteile für den Backstubenbau vorgefertigt werden. Neben Bäckereien werden auch Märkte schlüsselfertig gebaut. Darüber hinaus ist man auch mit Recyclinganlagen für Müllverbrennungswerke am Markt vertreten.

Umfassendes Konzept

Die jahrelange Erfahrung beim Bau von Backstuben, die kleinste hatte eine Fläche von 300 m², die größte eine Fläche von mehreren 1000 m², hat man sich im Laufe von 20 Jahren angeeignet. „Wir haben uns von Anfang an nicht nur mit dem nackten Bau und der Bauabwicklung befasst, sondern den Bäckern bereits bei den ersten Projekten Tipps geben können, wie welche Bereiche optimal zu gestalten sind“, beschreibt Hartl. Der Anfang jedes Auftrages besteht in der Bestandsaufnahme des bestehenden Betriebes. „Wir sehen uns an, welche Maschinen im Betrieb vorhanden sind, überlegen zusammen mit dem Betriebsinhaber, was umgesetzt, was zusätzlich angeschafft werden soll und wie die Perspektiven für den Betrieb in Zukunft wahrscheinlich ausfallen werden“, erklärt der Geschäftsführer von Dietrich Fertigbau.

Die Bestandsaufnahme inklusive der erwarteten Umsatzzuwächse bildet dann für die Spezialisten bei Dietrich Fertigbau die Basis für die Bestimmung der Fläche des neuen Objektes. „Wie das Innenleben der ständer- und trägerlosen Hallenkonstruktion aussehen soll, dass überlassen wir dann zunächst dem Betrieb“, so Hartl. „Wir lassen den Betrieb aber nicht damit allein, vielmehr legen wir dem Bauplan ohne Innenaufteilung eine Art Schnittmusterbogen bei. Darauf sind alle Maschinen und Anlagen im passenden Maßstab abgebildet. Die Positionierung überlassen wir dann dem Betrieb. Natürlich beraten wir auch hier, wenn wir sehen, dass die Planung einen ineffektiveren Arbeitsablauf aufbauen würde, oder aber zu viele Kreuzungspunkte bzw. zu weite Wege für die Bäcker entstehen würden“, beschreibt Hartl das Konzept. „Meist wissen die Praktiker aus den Backstuben aber selbst am besten, wo die Öfen, Anlagen, Maschinen und Arbeitstische am sinnvollsten aufgestellt werden sollen.“

Termintreue ist oberstes Gebot

Dietrich Fertigbau übergibt dem Bäcker immer ein fertiges Objekt. Im Unterschied zu anderen Bauträgern, die sich auch gern als schlüsselfertig bauendes Unternehmen bezeichnen, verzichtet man bei Dietrich Fertigbau ganz bewusst auf die Option, eine Nachkalkulation und damit verbunden höhere Kosten an den Auftraggeber abzuwälzen. „Wir kalkulieren ganz einfach: Ein Quadratmeter Fläche kostet durch uns realisiert 750 Euro. Bei größeren Objekten etwas weniger, bei ganz kleinen vielleicht etwas mehr, darin sind dann aber alle Kosten enthalten. Der Bäcker kann also fest kalkulieren und ist vor Nachforderungen durch den Bauträger sicher. Es ist dabei ganz klar definiert, welche Leistung der Kunde vom Bauträger erwarten kann. Beauftragt man einen freien Architekten oder ein freies Planungsbüro mit der Erstellung der neuen Produktion, so wird vielfach mit Beträgen von – bis gerechnet. Das gibt es bei Dietrich Fertigbau nicht. Hinzu kommt die absolute Termintreue des Bauträgers. „Versprochen ist versprochen“, so Hartl.

Überschaubare Kosten

Kurze Bauzeiten, meist reichen sechs Monate vom ersten Spatenstich bis zum Einzug des Betriebes, sorgen für überschaubare Finanzierungskosten während der Bauphase. Wer in Eigenregie schon einmal gebaut hat, der weiß, wie schwierig es vor allem ist, den Umzugstermin am Ende zu halten. Meist kommt es bei irgend einem Gewerk zu Verzögerungen, die sich auf die Gesamtbauzeit auswirken. Schlechtes Wetter in der Bauphase kann einen sogenannten Stein auf Stein errichteten Bau um mehrere Monate in der Planung zurückwerfen. Die Bauausführung wird üblicherweise von Bauarbeitern durchgeführt, die fest bei Dietrich Fertigbau unter Vertrag stehen. Während der Bautrupp die Erdarbeiten vornimmt und die Bodenplatte gießt, werden in einem der beiden Betonwerke die Fertigteile für die Wände bereits produziert. Alles nach einem festgelegten System, aber nach den individuellen Wünschen des Kunden. „Wir schaffen zunächst einmal einen funktionalen Baukörper, der den täglichen Anforderungen an eine moderne Produktion gerecht wird, erst in zweiter Linie ein architektonisches Meisterwerk, was allerdings keinesfalls heißt, dass wir die Backproduktion nicht optisch ansprechend gestalten“, so Hartl schmunzelnd.

Auch mit örtlichen Handwerkern

Für den Innenausbau insbesondere den Leitungsbau greift Dietrich Fertigbau dann gern auf ortsansässige Handwerker zurück. „Das hat für den Betrieb den Vorteil, dass bei späteren Reparaturen oder Ausbauten der entsprechende Fachmann gleich vor Ort ist und auch weiß, worum es geht.

Schlüsselfertig heißt bei Dietrich Fertigbau eine wirklich schlüsselfertige Leistung abzuliefern, inklusive der Fassadengestaltung und auch der Außengestaltung. „Wir haben inzwischen Erfahrungen mit allen namhaften Ofenbauern, Kälteanlagebauern und Aufarbeitungsfirmen. Egal für welche Einrichtung sich der Bäcker entscheidet, dass meiste davon wurde von uns zumindest in ähnlicher Form schon einmal gebaut“, erklärt Hartl.

Das Jahr 2007 wird für Dietrich Fertigbau in jedem Fall ein gutes Jahr werden, denn die Auftragsbücher des Spezialisten aus Schlangen sind schon prall gefüllt. Am Ende des Jahres wird man einige zusätzliche Backbetriebe errichtet haben. Das langjährige Arbeiten und der so gewonnene große Erfahrungsschatz zahlen sich einfach aus.

Ergänzendes Angebot

Dietrich Fertigbau verzichtet bei seinen Planungen ganz bewusst auf störende Säulen oder Träger im Innenraum. Die Decken werden grundsätzlich mit Holzleimbindern realisiert. Auch die Konzeption der Lüftungstechnik in der Backstube über großzügig dimensionierte Lüftungsschläuche sorgt für ein angenehmes Betriebsklima. Hierzu werden unterschiedliche Konzepte angeboten, am gängigsten ist die Lüftung der Backstube über eine Frischluftzufuhr. Das System ist so konzipiert, dass es zugfrei funktioniert.

Bei Dietrich Fertigbau denkt man über den Tag der Schlüsselübergabe hinaus und plant den Betrieb so, dass eine Erweiterung oder ein Ausbau problemlos möglich ist. „Auch hierfür haben wir zahlreiche Beispiele, wo wir nach drei, vier, fünf oder zehn Jahren die Produktionsfläche deutlich vergrößert haben“, erläutert Hartl.

Logistik, Kaltfläche und Backfläche, das sind nach Aussagen von Dietrich Fertigbau die Nadelöhre in den meisten Produktionen. Wenn man hier bereits bei der Planung einer Produktion zusätzliche Flächen durch Erweiterungsbauten mit einplant, wird die neue Produktion bei zusätzlichen Filialen nicht zu einem Korsett, sie wächst schlicht mit den Anforderungen des Betriebes.

Ein Maßanzug, bei dem die Nähte an den neuralgischen Stellen einfach aufzutrennen sind und zusätzlicher Raum zu vergleichsweise geringen Aufwandskosten erschlossen werden kann.

 

Quelle: ABZ, Nr. 4, 27. Januar 2007

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